Flügge

Mittlerweile ist der Frühling ins Land gegangen. Nachdem sich bereits im Frühjahr in unserem Nistkasten ein Kohlmeisen-Pärchen heimisch niederließ und sechs oder sieben Eier ausbrütete, musste selbiges nach dem Schlüpfen des hungrigen Nachwuchses tagelang und ununterbrochen für ausreichend Futter sorgen. Dies führte unweigerlich zu einem erhöhten Flugaufkommen in unserem Garten. Seit wenigen Tagen ist es aber wieder etwas stiller vor unserer Terrasse geworden. Fast schon beängstigend ruhig, denn der Nistkasten ist nach den mehr oder weniger geglückten Flugversuchen der Jungmeisen sowohl von diesen als auch von den Eltern verlassen worden. Am Samstag den 7. Juni mussten wir mit erschrecken feststellen, dass zumindest eines der flügge gewordenen Meisen in den frühen Morgenstunden ordentlich gerupft wurde. Ob der Übeltäter nun eine Katze, ein Marder oder gar der in der Nachbarschaft lebende Fuchs war, konnten wir anhand der übrig gebliebenen Federn nicht mehr feststellen. Zu diesem Zeitpunkt drückten sich verängstigt aber noch zwei Meisen im Nistkasten aneinander (was aus den anderen vier Meisen geworden ist, entzieht sich unserer Kenntnis). Umso größer war unsere Aufregung, als eine davon später zu unserem Entsetzen auch noch von einer Elster davongetragen wurde. Ob es dann wenigstens der verbliebene Sprössling bis ins schützende Dickicht des angrenzenden Waldes geschafft hat und dieser noch munter umherflattert, können wir an dieser Stelle leider auch nicht mitteilen.

Kohlmeisenpärchen Kohlmeisenjunges

Projekt Kräuterschnecke

Pünktlich zum Geburtstag von Grit wurde das Projekt Kräuterschnecke erfolgreich abgeschlossen und diese an sie übergeben. Die Arbeitsmaßnahme dauerte einen ganzen Nachmittag. Dazu wurden die restlichen Sandsteine von unserer Sandsteinmauer und ein günstig erworbener Restposten verbaut. In der Mitte der ca. 2 m im Durchmesser großen Kräuterspirale, wie man dieses dreidimensionale Beet auch nennen kann, wurde etwas Bauschutt bis auf eine Höhe von etwa 50 cm aufgeschüttet. Der Bauschutt dient gleichzeitig als Drainage für den Trockenbereich. Den Naßbereich ziert eine ca. 50 cm breite Mörtelwanne aus dem Baumarkt. Dieser „Miniteich“ sorgt für ein feuchtes Mikroklima, reflektiert Licht und Wärme. Vielleicht setze ich noch ein Teichrose ein ;-). Am gestrigen Tag wurde jedenfalls die Bepflanzung der Kräuterschnecke vorgenommen. In der Naßzone steht noch nichts, in der Feuchtzone stehen Sauerampfer, Petersilie und Schnittlauch, in der gemäßigten Zone u.a. Zitronenmelisse, Bohnenkraut, Oregano, Basilikum und in der Trockenzone Lorbeer, Lavendel, Thymian, Salbei und Rosmarin, also Kräuter aus dem Mittelmeerraum. Bilder gibt es natürlich auch…

Kräuterschnecke im Bau Kräuterschnecke

Der Bagger ist angerückt!

Jetzt geht es los. Die zweite Doppelhaushälfte wird errichtet. Bereits am Freitag letzte Woche wurde auf Nachbars Grundstück das Höhennivellement durchgeführt und die Baustelle abgesteckt. Zum Ärger der Kinder ist der „Abenteuerspielplatz“ nun ganz passé, denn die ganze Fläche wurde auch noch abgesperrt. Das wird auch für uns eine ganz schöne Umstellung, wenn wir einfach nicht mehr über Nachbars Grundstück laufen dürfen. Das Setzen des Baustromkastens musste am Freitag aber abgebrochen werden, da der entsprechende Medienanschluss nicht auf Anhieb gefunden wurde. Heute morgen rückte jedenfalls der Bagger an, der den Bodenaushub vornehmen soll – komischerweise nur 50 cm tief (bei uns waren es reichliche 1,50 m). Kaum zu glauben, dass Nachbars Grundstück weitestgehend von Bauschutt und lockeren Aufschüttungen verschont blieb. Wie dem auch sei, etwas mulmig ist uns nun doch. Wir können und wollen uns auch noch gar nicht vorstellen, wie es mal werden wird, wenn wir Wand an Wand mit unserem neuen Nachbarn wohnen. Schnell haben wir noch ein paar Fotos von unserer Außenwand gemacht und hoffen, dass die Bauphase auch ohne Schäden für unser Haus abläuft.
Abgesehen davon haben wir in unserem „Vorgärtchen“ neben den bereits vorhandenen Rhododendren und Blütenskimmie eine Reihe von weiteren Schatten- und Halbschattenpflanzen (wie z.B. Funkien, Waldglockenblume, Riesensegge, Akelei, Prachtspiere, Windröschen und als Bodendecker jap. Ysander bzw. Dickmännchen und kleines Immergrün) gepflanzt. Als Leitstauden haben zusätzlich ein kegelförmiger Buchsbaum (Buxus sempervierens) sowie eine Stechpalme (Ilex) Platz vor unserem Haus gefunden. Sonnenhungrige Pflanzen wie Lavendel, Ziersalbei und Johanniskraut mussten dafür auf die Sonnenseite weichen. Der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass wir für den Pflanzstreifen neben unserem Stellplatz natürlich auch schon eine Menge Geld losgeworden sind. Zwerg-Rhododendron, Gartenazaleen, Mittelmeerschneeball (Viburnum Tinus), Polsterberberitze, Lavendel, Ziersalbei und blaue Katzenminze werden dort von Zitronenthymian gesäumt. Und hier noch die Bilder …

Pflanzstreifen mit Zypresse Der Bagger

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Doch, wir haben die Absicht. Eine einfache Sandsteinmauer zur Abgrenzung unseres Grundstückes soll es werden und diese auch nur 40 bis 60 cm hoch. Da ein einzelner Quader ca. 40/20/20 cm groß ist, ergeben sich daraus 2 bis 3 Reihen. Die ersten 2 Paletten mit gebrochenen Natursteinen á 40 Stk. wurden bereits am Freitag geliefert. Am selben Tag wurde das Fundamentbett ausgehoben und mit Kies gefüllt, am Samstag wurde die erste Reihe in einer dünnen Schicht Estrich aus dem Baumarkt verlegt. Momentan haben wir die Mauer als „Trockenmauer“ realisiert, obwohl dies auch nicht ganz stimmt, denn Trockenmauern werden i.R. aus Bruchstein geschichtet und freistehend in Form eines Walls errichtet. Die Neigung – der sogenannte Anlauf – beträgt hier je nach Höhe der Mauer 1:6 bis 1:4. Sicherlich werden wir unsere Mauer aus Stabilitätsgründen später noch mit Luftkalk- bzw. Natursteinmörtel verfugen.

PS: Als „Untermieter“ hat sich bei uns die etwas scheue Familie Kohlmeise eingenistet.

Sandsteinmauer 3 Sandsteinmauer 2 
Sandsteinmauer 1 Kohlmeise

Ackerschachtelhalm

Garstiges Zeug, dieses. Ackerschachtelhalm nett sich die Pflanze, welche sich auf wirklich jeder Ecke unseres Grundstücks breit macht. Zinnkraut, wie es auch genannt wird, steht als Indikator für feuchte und lehmige Böden, mit Wurzeln, die bis zu 1,50 m tief ins Erdreich reichen und aus jedem kleinsten Stück erneut austreiben. Da kann man sich leicht vorstellen, dass man kaum Herr der Lage wird und das „Unkraut“ nur schwer wieder los wird. Dabei ist so ein Ackerschachtelhalm sogar nützlich, wie ich in irgendwelchen Gartenforen lesen konnte, vorausgesetzt, man kocht einen Tee daraus oder setzt eine Jauche bzw. Kaltwasserentzug damit an. Gespritzt kann man diese dann wunderbar zur Festigung der Zellstruktur gegen Blattläuse und Spinnmilben verwenden. Auch in der Heilkunde hat das Zinnkraut einen festen Platz als Mittel gegen Rheuma und einige andere Wehwehchen, und dies nicht erst seit Kneipp. Jedenfalls dachte ich, alle Pflanzen samt Wurzel rigoros ausgemerzt zu haben, als sich zwei Tage später an einigen Stellen wieder die ersten Triebspitzen dieses Teufelszeugs zeigten. Ansonsten gibt es wieder drei vier Bildchen von weniger garstigen und recht erwünschten Grünpflanzen.

Image:Equisetum telmateia.jpeg

Handspindelmäher

Ja ja. Nun ist es raus. Es hat „nur“ zur manuellen Version eines Spindelrasenmähers gelangt. Nicht dass wir uns keinen elektrischen hätten leisten können, aber aufgrund der Tatsache, dass unser Grundstück ohnehin nur „wenige“ Quadratmeter umfasst, belassen wir es (vorerst) bei dieser (Spar)Version. Preisgünstig, ganz nett anzusehen und platzsparend ist er zudem auch noch. Und, ein bißchen Sport nach dem Feierabend hat ja auch noch niemandem geschadet. Übrigens durfte ich gestern zum ersten Mal Hand anlegen. Vorher musste das gute Stück von Rasenmäher noch zusammengebaut werden, bevor unsereiner  (zur Freude der Nachbarn und zum Erstaunen von Nachbars Sohn) zum ersten Mal kreuz und quer über den munter spriesenden Rasen jagte. Mehr gibt es momentan nicht zu berichten, außer dass wir dem ersten Schimmel unter den Sockelleisten im Wohnzimmer habhaft wurden, der erste Aufsatzrollladen den Geist aufgegeben hat (und mittlerweile wieder repariert wurde) und sich drei von sieben Zimmertüren derart verzogen haben, dass diese sich nicht mehr ohne Kraftanstrengung schließen liesen.

PS: Ach so, ich konnte es mal wieder nicht lassen und habe bei Hornbach, dem Markt, bei dem ich wöchentlich mindestens zweimal ordentlich Geld lasse, ein paar Ziersträucher für unser Gärtchen erstanden: einen weißblühenden Straucheibisch (Hibiscus Syriacus Hybride „William R. Smith“) sowie eine seltene Sorte des Großblumigen Johanniskrauts (Hypericum Patalum „Hidcote Gold“) und Japanische Lavendelheide (Pieris Japonica „Prelude“) für unseren „Schattenplatz“ vorm Haus. Zusätzlich einen gelbblühenden Oleander für die (noch nicht vorhandene) Terrasse erstanden. Die Betonung liegt auf „nocht nicht vorhanden“.

Rasenkante

Pünktlich zum Internationalen Kindertag und zu Beginn des meteorologischen Sommers haben wir es geschafft, den Nutzrasen auszusäen. Vorher wurden noch sämtliche Rasenkantensteine in ein Kiesbett verlegt und der zukünftige Nutzbereich mit Rasenerde aufgefüllt. Hoffen wir, dass das Wetter mitspielt, die nächsten Tage keine Wolkenbrüche über Dresden ziehen und es auch sonst angenehm warm, wohl temperiert und nicht zu kühl wird. Vorausgesetzt, dass der Rasen täglich gewässert wird, dürften wir dann wohl in 4-5 Tagen die ersten Halme spriesen sehen. Höchste Zeit, um sich dann einen Rasenmäher anzuschaffen, denn mit 8-10 cm Halmlänge erfolgt der erste Rasenschnitt. Bliebe nur noch auzudiskutieren, ob es denn ein „Benziner“ (wie Nachbar’s Sohn Willi immer so schön sagt), ein Elektrorasenmäher oder doch nur ein schnöder Handspindelmäher wird? Für letzteren sprechen Preis, die nötige Fitness, welche man sich bei der wöchentlichen Gartenarbeit antrainiert und natürlich der saubere Rasenschnitt (wie ich gerade auf www.gartentechnik.de entnehmen konnte). Platz haben wir eigentlich für keinen der Drei.

Vorher Nachher (nach 7 Tagen)

Du und Dein Garten

„Du und Dein Garten“ mit Erika Krause hieß die Sendung im DDR-Fernsehen. Vermutlich hat es doch „gefruchtet“, dass wir schon als Kinder der Sendung beiwohnen durften. Seit Samstag ziert nämlich ein Aprikosenbäumchen (Prunus armeniaca „Orangered“) unser kleines Gärtchen. Sogar Früchte, elf Stück an der Zahl, trägt diese angeblich robuste und frühe Sorte. Ob es dann jährlich Mitte Juli zu einer ertragreichen Ernte kommt, wird in den nächsten Jahren das „Mikroklima“ rund um unser Haus zeigen. Zumindest steht das Bäumchen auf  der Südseite und relativ geschützt. Ansonsten haben wir uns rot-braune Rasensteine, 95 Stück, besorgt, um demnächst mit der Aussaat des Zierrasens zu beginnen und diesen vom „übrigen“ Gartenteil abzutrennen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein vorhandener Außenwasserhahn, der bei der Hausplanung irgendwie vergessen wurde und nun nachträglich installiert werden muss. Ohne Sprengleranlage bzw. Wasserschlauch ist man bei diesem Wetter nämlich etwas aufgeschmissen. So ganz nebenbei habe ich am gestrigen Sonntag noch einmal die Pflastersteine im Eingangsbereich in Drainmörtel  (wasserdurchlässiger Drainagemörtel auf Trassbasis) gesetzt. Das Ganze hält nun hoffentlich besser. Das Szenario mit der gemieteten Rüttelplatte gebe ich an dieser Stelle nicht aber nicht preis.

Aprikosenbaeumchen (Prunus Armeniaca  Aprikosen

Grüner Daumen

Ob wir einen „grünen Daumen“ haben, wie man unter uns Gärtnern so schön sagt, wird man sicherlich erst in einigen Tagen oder Wochen sehen. Zumindest haben wir am Wochenende unsere „Sommerbepflanzung“ (ein Großteil der Pflanzen wird den Winter vermutlich nicht überstehen) in den frisch gesiebten Mutterboden vor unserem Haus gebracht. Als „Hingucker“ haben wir passend zum gelben Putz eine gelb-blaue (konträre) Farbkombination gewählt. Entsprechend dann auch die Auswahl bestehend aus blau (Salbei, Lavendel, Glockenblume, Männertreu) und gelb (Pantoffelblume, Chrysantheme) blühenden Pflanzen und weißen Strauchmargeriten im Hintergrund. Die neuen Fotos dokumentieren dies hoffentlich ausreichend und farbenprächtig

Pantoffelblume (Calceolaria) Hainsalbei (Salvia nemorosa)

Zartes Grün

Endlich! Reichlich vier Wochen nach dem Einpflanzen sprießt unser Magnolienbäumchen und reckt sein erstes, zartes Grün ins Licht. Nachdem wir die Hoffnung fast schon aufgegeben haben, kann man seit gestern zwei kleine grüne Blätter bewundern und weitere schon erahnen. Ansonsten grünt und blüht es, dass es eine wahre Freude ist (mehr Bilder unter Fotos).

Das erste Blatt Rhododendron